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Bricks @nd Friends

… wir kommen. Am vorletzten Wochenende im Oktober ist es soweit. Die Tore des Hangar 4 in Köln auf dem ehemaligen Flugplatz öffnen sich zuerst für die Aussteller zum Aufbauen, dann ab Samstag für die Besucher. Endlich wieder eine Präsenzausstellung. Wir freuen uns sehr darauf mit den anderen 80 Ausstellern uns auszutauschen und deren Modelle zu bestaunen.
Mit uns wird die Moonbase reisen. Ein neues Layout und teilweise neue Module werden wir zeigen. Auf 98 Baseplates werden die Völker der Galaxien ihr Stelldichein geben, Forschen, Erkunden, Ausbeuten …

Ich hoffe wir sehen uns
Bis dann

Ein neues Modell entsteht – Finale

Dies ist der letzte Teil in dieser Serie, Finale.

Wer es noch immer nicht erraten hat, das Modell stellt die griechisch orthodoxe Kapelle auf dem Neroberg am nördlichen Ende von Wiesbaden dar.

Nachdem ich zu Beginn die Mauern und dann die Türme gebaut habe, sind nun zum Abschluss die Turmkuppeln an der Reihe.
Es gibt viele Wege, wie man solche Kuppeln bauen kann. Ich habe mich für die SNOT-Technik (Studs not on top) entschieden. Hierbei werden 6 gleiche Elemente mittels Steinen mit Pins auf der Seite zu einem Würfel zusammengesetzt. Allerdings sind die Teile nicht flach, sondern gewölbt gebaut, so dass eine Kugel entsteht. Diesen Ansatz habe ich aufgenommen und abgewandelt. Einen Boden brauche ich nicht und der Deckel wird durch das hochziehen der Seitenwände zu einer Spitze nicht benötigt. 5 Kuppeln werden gebraucht. 4 davon, für die Ecktürme, haben einen inneren Durchmesser von 5 Pins.


    

Bei der großen Kuppel mit den 7 Pins Innendurchmesser geht leider das Maß nicht komplett bis oben auf, daher passt kein 1×1 Stein mit den Pins an den Seiten (4733) als Abschluss. Deswegen muss ich die Spitze anders als bei der kleinen Kuppel befestigen. Ich suchte nach Teilen mit dem passenden Maß, damit die entstehende Lücke zwischen Wand und Achse so klein wie möglich wird, um ein Schlackern zu vermeiden und die Spitze dadurch auch zu zentrieren. Ich hatte es mit Verbindern (62462) und Hülsen (3713) probiert, aber die sind zu klein. Da fiel mir eine Technik-Schnecke (4716) in die Hand und die passte ziemlich gut. Um ein Rausfallen zu vermeiden und das Schlackern noch weiter zu minimieren, habe ich als unteren Abschluss noch 2×2 runde Platten (4032) auf die Achse gesteckt und somit die Spitze geklemmt.

  

Eine Sache stört mich. Leider habe ich keine bessere Lösung gefunden. Es widerspricht auch den üblichen Regeln, aber wie sollte ich das sonst umsetzen?
Es geht um die orthodoxen Kreuze. Diese haben, im Gegensatz zu Christlichen, nicht einen, sondern 3 Kreuzarme, wobei der obere kleiner ist als der Mittlere und zusätzlich noch einen kleineren, schrägen ganz unten. Das ist mit Lego® Mitteln in meinem Maßstab nicht umzusetzen. Ich habe mich dazu entschlossen, den schrägen unteren wegzulassen.
Der Mittlere ist ein dünner 1×3 Liftarm (6632). Dieser hat in der Mitte eine Aufnahme um die Stange durchzustecken und passt recht gut in der Größe.
Der Kreuzarm darüber soll kleiner sein. Da wäre eine Platte 1×2 oder ähnliches in der Dimension passend. Leider gibt es nichts, das gelb oder goldfarben ist und diese Abmessungen und dann auch noch ein passendes Loch in der Mitte hat. Nach langer Überlegung und Hadern, habe ich 1×2 Jumperplates in der Mitte durchbohrt und auf die Stange gesetzt. Das ist jetzt meine Lösung, bis ich was besseres finde oder Lego ein entsprechendes Teil auf den Markt bringt.

    

    


Jetzt noch ein paar Daten zu dem Modell. Die Bauzeit betrug etwa 90 Stunden über 4 Wochen verteilt und ich habe etwa 5500 Teile verbaut. Der Maßstab liegt bei etwa 1:70.

Jetzt bleibt mir nur noch eins übrig. Ich hoffe euch hat die Serie gefallen. Hinterlasst gerne einen Kommentar. Gerne auch Kritik und Anregungen.

Vielleicht sieht man sich auf einer Ausstellung
Michael

Ein neues Modell entsteht – Teil 6

Der zentrale Turm ist gebaut und nun kommt der Bau der 4 Ecken an dem Modell. Heute verrate ich euch, dass 4 weitere Türme gebaut werden, die die Ecken ausfüllen.

=== ACHTUNG, in diesem Post habe ich viele Bilder verwendet! ===

Es sind relativ kleine Türme mit kleinem Durchmesser, 8 Säulen und 4 Fenstern. Ich habe viel gebastelt und wieder verworfen, weil es nicht passte, nicht schön oder einfach nicht stabil genug war. Ich möchte euch am meinen Entwicklungsschritten teilhaben lassen und hoffe, dass die kommenden Bilder mit etwas Erklärung ausreichen, die Schwierigkeiten, die bei einem solchen Modell aufkommen, verdeutlichen. Vielleicht zeige ich euch damit auch Ideen, wie man solche Formen umsetzen kann auf die ihr bisher nicht gekommen seit.



Auf den Bildern sieht man, die Gebäudeecken haben 8×8 Pins und bilden ein Achteck. Das ist die Basis auf der sich jeder Turm aufbaut. Die inneren “Hocker” sollen den darüber gebauten Fenstern mehr Stabilität zu geben, damit diese nicht nach innen kippen.

    

Danach mussten die Säulen, Fenster und Mauen irgendwie untergebracht werden. Wie man auf dem vorherigen Bild gut erkennt, sind die Fenster nicht das Problem. Sie werden auf den Jumpern zentriert gesetzt. Ich hatte eine Lösung, die zwar funktioniert hätte, aber die Wände waren nicht hoch genug durch die Platte + Jumper + Platte-Konstruktion. Um darauf den Ring zu setzen hätte ich einen weiteren Jumper setzen müssen. Diese Version habe ich auch verworfen.
Aber die Säulen und die Mauern sollten eine Herausforderung werden, weil über den Fenstern der Turm weitergebaut werden muss. Eine stabile Verbindung zu finden, die dabei gleichmäßig rund/8-eckig ist und auf das Unterteil passt …
Aber seht selbst. Hier meine (Fehl-)Versuche:

                

Wie weiter oben gesehen, werden die Fenster im 90° Winkel zueinander platziert. Die Mauern werden auf Steinen mit 4 Pins auf den Seiten (4733) aufgesteckt. Und dann zwischen die Fenster geklemmt.

      

Die Säulen sind in einem Ring vor den Mauern und Fenstern und verlaufen in einem Bogen zueinander aus. Sie sind mit Scharnier-Platten miteinander verbunden. Der Abstand der Seiten ist mit dem normalen Lego® Raster nicht zu verbinden. Ich hatte angefangen einen Schlauchring an den inneren Teil zu befestigen und den äußeren dann damit zu verbinden. Aber das erwies sich als nicht stabil und schwierig umzusetzen.

    

Daher habe ich die Schläuche anderweitig genutzt. Die modifizierten Steine mit 4 Pins haben diese gelocht und dort passt ein Schlauch genau rein. Auf den Ringseite sitzen die gleiche runden 1×1 Platten mit Loch, die auch zum befestigen der Mauern genutzt wurden. Auch das Loch ist mit dem passenden Raster versehen.

      

Bis bald

Ein neues Modell entsteht – Teil 5

Heute ist es soweit. Ich denke am Ende wird es klar welche Art Gebäude entsteht. Wie immer interessieren mich eure Lösungen. Schreibt sie in die Kommentare.

Ich beginne heute mit dem Bau des zentralen Turms. Den Unterbau hatte ich im letzten Teil fertig und nun starten die Überlegungen, wie ich die 8 Fenster, Säulen und Mauern dazwischen aufteilen kann. Ich bin mir jetzt schon sicher, dass ich die Scharnier-Platten (2429c01) verwenden werde.


Doch vor den Fenstern und dem Rest kommt der Fuß des Turms. Dieser verjüngt sich in einem Bogen nach oben hin. Das bedeutet, dass noch weniger Platz für die Fenster & Co. bleibt. Ich beginne damit Schägsteine 2x2x3 (3768b) auf die Scharnier-Platten zu bauen, 8 Paare ergeben den Fuß. Die Größe ist genau richtig und passt exakt in die Lücke zwischen die Tonnendächer. Damit bleiben mir 4 Pins außen und ergeben den Sims. Später tausche ich die 2x2x3 Schrägsteine mit gebogenen Schrägsteinen 2×4 (93606) aus. Ist dem echten Turm ähnlicher. Zwischen die entstandenen vertikalen 45° Lücken habe ich einen 1×1 Kegel mit Schlauch gesteckt.
Angeschlossen habe ich jedes Element vom Achteck mit einer Platte 2×2 (3022) und einer Schräg-Platte 2×2 (26601). Das passt so genau im Winkel, dass die Scharniere sich nicht mehr verschieben! Ist auch logisch, weil die Schrägplatte mit 45° Winkel versehen ist. 8×45°=360°, wie geplant 😉

   

Direkt darüber folgt ein Sockel mit Bogen mit einem Relief darin. Diesen werde ich wieder mit Kotflügeln realisieren. Diesmal aber verwende ich die anderen mit der höheren Rundung (50745). Die kommen eine Reihe hinter den Sims. Da ist aber nicht mehr genügend Platz für 4 Pins. Ich baue die Sockel abwechselnd 2 und 4 Pins breit an der Front, dahinter alle 2 Pins breit. Mit dem darüber liegenden Fensterbank komme ich wieder eine Reihe weiter nach vorn, weil der Sims etwas raus steht und ich damit wieder im Raster für die Scharnier-Platten zum befestigen bin.

   

Dann kommen die Fenster mit den Mauern dazwischen und der Säule davor. Auf dem Bild seht ihr, wie ich es gemacht habe. Eine Beschreibung wäre wahrscheinlich nicht verständlich. Den oberen Ring über den Fenstern und den Säulen befestige ich mit einem 1×2 Jumper auf dem Fenster und einer 2×3 Platte.

      

Damit ist der Turm Fertig. Den Bericht über die Kuppel und wie es mit dem Dach weiter geht gibt es beim nächsten mal.

Bis dann

Ein neues Modell entsteht – Teil 4

Nachdem nun der zweite Stock fast fertig ist, muss ich mir Gedanken machen, wie in diesem vierten Teil der Übergang in den nächsten Bereich gebaut wird. Dort sind über den mittleren Fenstern Tonnendächer verbaut. Die Ecken springen ein wenig zurück und verjüngen sich nach oben hin und zentral steht ein Turm.

Ich beginne mit den Tonnendächern und hatte mir überlegt mit den Bögen 1x6x3 1/3 (6060) diese umzusetzen. Leider wären dann die Dächer mit 12 Pins zu breit. Ich brauche also eine andere Lösung und hatte mit der SNOT-Technik (SNOT = Studs Not On Top) ein schmäleres Dach erstellt, das genau passt. Dazu benutze ich gebogene Schrägen (24309 + 50950) für die Seiten und oben Platten mit Fliesen, verbunden mit den Seiten durch Steine mit Pins auf der Seite (87087). Diese Dachform habe ich später nochmal umgebaut und auch oben die gebogenen Schrägen verwendet, weil es der reellen Form noch näher kam.

     

Da ich keine Säulen im Gebäude gebaut habe, die den Turm halten können, muss ich mir eine Konstruktion überlegen, die in der Lage ist, diesen Aufbau aufzunehmen. Es war klar, dass hier Technik Steine eingesetzt werden müssen. Nur diese sind stabil und schmal genug, um die Strecke zwischen den Außenwänden zu überbrücken. Um eine Kreuzung zu bauen, sind in meinem Fall am besten die Technik Steine als Viereck geeignet. Ich verwende die 40344, weil ich die vorrätig habe. Ich dachte mir mit Technik Pins verbinden sich die Elemente fest genug, um die Turmlast zu tragen. Später stellte sich heraus, dass das Gewicht des Turmes so hoch war, dass sich die Konstruktion darunter ein wenig durchbiegt. Daher habe ich eine Säule aus zwei 2×4 Steinen im Kreuzverbund darunter gebaut.


Wie oben bereite erwähnt springen die Ecken in der nächsten Ebene ein wenig zurück und verjüngen sich mit der Höhe ein wenig. Die vertikale Außenecke ist dabei auch abgeschrägt und keine einfache Aufgabe umzusetzen. Am besten geeignet sind dabei abgeschrägte Platten. Leider gibt es diese nicht als Fliese. Das würde am besten aussehen. Die Form mit 2 dieser 2×3 Platten (43222 + 43723) hatte ich und die passte gut in die Lücke, aber die Befestigung war auf normalem Weg nicht möglich. Mir blieb nichts anderes übrig, als eine Klemmung. Nicht sonderlich stabil, aber genug für ein Standmodell.

Der letzte Schritt für heute ist der Turmunterbau, der war einfach zu bauen. Mit Ecksteinen (14413) war der Unterbau schnell fertiggestellt.

Mit diesen Bildern beende ich den heutigen Bericht. Ich denke inzwischen habt ihr schon erraten, was das wird. Schreibt mir doch eure Lösung in die Kommentare.

Bis zu nächsten mal.

Ein neues modell entsteht – Teil 3

Das letzte Mal habe ich die ersten “Grundmauern” erstellt. Heute möchte ich über den weiteren Mauerbau mit den entsprechenden Öffnungen, Ecken und Nischen berichten.

Nachdem die ersten Überlegungen bezüglich der Grundform im ersten Bauabschnitt umgesetzt wurden, muss nun darauf geachtet werden, die einzelnen Höhen einzuhalten. Das Prinzip ist das Selbe, wie bei der breite des Gebäudes. Ich habe die horizontalen Absätze und Höhen der Fenster, Simse und einzelnen Stockwerke miteinander in das Verhältnis der schon bestehenden Breite gesetzt. Hier ist es wichtig, die gleichen Maße zu nehmen, sonst stimmt später die Höhe nicht und das Gebäude ist zu niedrig oder zu hoch. In der Höhe ist die Realisierung ein wenig einfacher, weil Plates eine Höhe von 3,2mm haben und damit nur ein Drittel seines Bricks einnehmen.

Ich hatte mir bereits im letzten Teil überlegt, fertige Fenster Elemente zu nutzen. Die Wahl fiel auf 2 Pins breite, 3 Reihen hohe, halbrunde Fenster (30044) mit Gittern (30046). Leider ist die Farbauswahl bei Lego® und bei Gittern im Besonderen sehr eingeschränkt. Ich habe mich für die goldenen Variante entschieden, weil der Kontrast bei schwarz im Vergleich zu den weißen Wänden, viel zu krass wäre. Beim Einbau musste ich mich entscheiden, ob ich mit Jumperplates (15573) die Fenster einen halben Stein zurückversetze. Sowas sieht immer gefälliger aus und wenn man sich an der Realität orientiert, ist das auch sehr oft der Fall. Leider hätte ich mir dann 3 Reihen weiter ein Problem eingefangen. Die Fenster haben oben einen Bogen und mittig einen Pin. Die Standard Bögen, die die Fenster oben einrahmen, würden wegen dieses Pins nicht passen. Glücklicherweise sind die Gitter nicht mittig im Fenster befestigt, sondern an einer Seite. Damit besteht die Möglichkeit das Gitter Innen, und damit zurückversetzt, oder Außen bündig zu setzen. Ich entschied mich für innen.

Der nächste Schritt sind die Säulen. Mein Gebäude hat Säulen verbaut. Leider in mindestens 3 verschiedenen Stärken. Bei meinem Maßstab ist eine breitere Säule als 1 Pin nicht machbar, sonst wird der Teil zu breit und ich kann mein Maß nicht halten. Das bedeutet: wieder Kompromisse. Aber das sind wir Lego Modellbauer gewohnt. Ich entscheide mich für die 1x1x6 Stangen (43888).

Nächste Hürde ist der Übergang in die nächste Etage. Hier gibt es rundherum einen Sims. Natürlich nur wenige cm in Realität breit. Das bedeutet für mein Modell nur 1-2mm. Da kommt mir doch direkt diese modifizierte Platte (32028) in den Sinn. Aber das geht nicht, weil es keine Innen- oder Außenecken gibt. Das würde nicht gut aussehen. Das gleiche gilt für die Jumperplates. Also Platten oder Fliesen? Bei Plates habe ich die Pins stehen, das gefällt mir nicht. Fliesen haben diese nicht und damit sind sie meine Wahl. Gleichzeitig erlauben sie auch hier das Modell Modular zu bauen. Eine Trennstelle für den besseren Transport zu erstellen.

    

Die zweite Etage ist fast mit der ersten identisch. Aber die Fenster haben viel mehr Verzierungen und einen Säulenrahmen rundum. mit dem wenigen Platz, den mir der Maßstab gewährt eine knifflige Sache umzusetzen. Ich habe die seitlichen Säulen mit 3er Stäben (87994) und den oberen Bogen mit einem Kotflügel (98282) nachgestellt und bin mit dem Ergebnis zufrieden. Die Bögen in der Mitte sind als nächstes dran. Mit verschiedenen Elementen habe ich versucht das nachzubilden, aber so filigran geht das mit Lego nicht. Trotzdem kann man erkennen, was es darstellen soll. Die Säulen vor den Fenstern dahinter werden durch Stäbe (63965) und geschnittene Schläuche (75c24) realisiert.

Das Bild zeigt noch Teile, die ausgetauscht werden müssen. Ich habe entweder das Teil gar nicht da oder in der falschen Farbe. Um weiter zu kommen, verwende ich daher diese und kann so weiterbauen.

Das war es für heute, bis zum nächsten Beitrag.

Ein neues Modell entsteht – Teil 2

Jetzt ist es soweit. Wie angekündigt startet mit dem zweiten Teil der Bau des Modells.

Fangen wir mit dem ‘Was’ an. Ich will noch nicht zu viel verraten. Es ist auch nicht schwierig und ihr werdet recht schnell darauf kommen, was es wird. Aber soviel im Vorfeld: es wird ein Gebäude, dass reell existiert.
Ich habe mir als Maß eine 32×32 Pins Basisplatte gewählt. Im Vorfeld habe ich viele Fotos von dem Objekt gemacht und mich über die reellen Maße informiert, im Internet gesucht bzw. anhand von Fotos ermittelt. Eine Kantenlänge hat etwa 17 Meter. Das Gebäude ich quadratisch im Grundriss, was es recht einfach macht das Modell auf eine 32er Platte zu bringen. Jeder Lego® Stein hat 8mm Breite, eine 32er Platte ist dann 32 x 0,8cm = 25,6cm breit/lang.

ACHTUNG, jetzt kommt Mathe!!! Maßstabsberechnung
Maßstab = 1 : Maßstabszahl
Maßstabszahl = Echtmaß : Modellmaß

Das bedeutet bei mir, dass ich bei 17,5m Schenkellänge einen Maßstab von 1:70 habe. Somit sind 70cm reell 1cm Modell. Damit lässt sich arbeiten. Jetzt nehme ich ein Bild auf dem das Gebäude komplett von der Seite zu sehen ist und teile es auf in die markanten Bereiche, begrenzt durch Ecken, Vorsprünge, Fenster und Treppen. Ich messe die Abstände und setze sie ins Verhältnis zu meiner verfügbaren Breite. Fast nie passt es genau wegen des 8mm Rasters. Aber ein wenig Anpassung und Überlegung (wie breite ist ein fertiges Fenster?) gibt mir dann die Lösung. Ich habe mich dazu entschieden fertige Fenster Elemente zu nutzen und diese nicht aus Teilen selbst zu bauen. Der Maßstab erlaubt das und reduziert die Komplexität und die Gesamtzahl der Teile und damit den Preis.

Ich habe zur besseren Verständlichkeit Nummern in Klammern hinter den beschriebenen Teilen benannt. Das sind die Designnummern von Lego.

Ich habe ein Bild aus der Vogelperspektive mit einem weiteren von der Seite und nutze diese, um die ersten Lagen Steine zu verbauen. Die Rundung auf der Rückseite ist ein wenig kniffelig und ich habe 2 Anläufe benötigt, um es so hinzubekommen. Die Winkel erlauben es nicht, die Steine auf der Grundplatte zu befestigen, die Scharniere geben viel Bewegung. Um dem entgegenzuwirken, habe ich auf der Grundplatte Winkel (99207 + 32952) mit Fliesen genutzt und damit den Abstand zur Mauer so gering wie möglich zu halten und die Rundung gleichmäßig in Form. Ich nutze für die Rundung 2 verschiedene Scharniere. Das eine als Stein (3830c01), das andere als Platte(2429c01). Ein Vergleich mit dem Bild von der Seite zeigt mir, dass das so passen könnte. Ich baue weiter, wenn es später nicht passen sollte, kann ich es ändern. Ich liebe Steckbausysteme 😉

Soweit für heute. Bis zum nächsten Teil, dann mit weiteren Bildern.

Ein neues Modell entsteht

In den nächsten Tagen werde ich hier an dieser Stelle eine Art Tagebuch veröffentlichen. Darin geht es darum, wie ein neues Modell von mir entsteht und auf welche Probleme ich dabei gestoßen bin. Ich zeige anhand von Bildern und Beschreibung, was ich probiert habe und wie ich letztendlich gebaut habe. Mit diesem Tagebuch begleite ich den Bau des Modells vom ersten Schritt bis zur Fertigstellung. Ihr habt dabei die Gelegenheit zu raten, was es werden soll. Die Auflösung, wenn ihr er es nicht schon vorher wisst, kommt erst ganz zum Schluß.

Viel Spaß